
CSU-Kreistagsfraktion informiert sich in Rothenburg über Ausbildung und Nachwuchs in Gastronomie und Tourismus
AN-Landkreis-Tour: Tourismus braucht gut ausgebildete Fachkräfte Im Rahmen ihrer „AN-Landkreis-Tour“ hat die CSU-Kreistagsfraktion das Staatliche Berufliche Schulzentrum Rothenburg-Dinkelsbühl mit der IHK-Akademie-Mittelfranken in Rothenburg besucht. Im Mittelpunkt standen die Ausbildung junger Menschen, die Situation im Gastgewerbe und die Frage, wie auch künftig ausreichend gut ausgebildete Fachkräfte für Gastronomie und Tourismus gewonnen werden können.
Das Gastronomische Fortbildungszentrum (GFZ) ist integraler Bestandteil des Staatlichen Beruflichen Schulzentrums Rothenburg-Dinkelsbühl am Standort Rothenburg für die Ausbildung in gastronomischen Berufen und in der Systemgastronomie. Damit ist das GFZ ein wichtiger Teil der Schullandschaft im Landkreis Ansbach. Rund 1.600 Schülerinnen und Schüler besuchen jährlich das Staatliche Berufliche Schulzentrum Rothenburg-Dinkelsbühl. Der Landkreis Ansbach wendet rund zwei Millionen Euro jährlich für den Unterhalt seiner Schulen auf.
Ergänzend bietet die IHK-Akademie Mittelfranken in Rothenburg zahlreiche Möglichkeiten zur beruflichen Weiterbildung und Qualifizierung. Karin Bucher, Geschäftsführerin der IHK-Geschäftsstelle Ansbach, wies auf die Bedeutung des Fortbildungsangebots der Akademie für die Weiterbildung und Qualifizierung von Fachkräften in der gesamten Region hin. Damit treffen in Rothenburg schulische Ausbildung, berufliche Weiterbildung und die Anforderungen der Praxis unmittelbar aufeinander.
Für die CSU-Kreistagsfraktion ist das ein Thema mit unmittelbarem Bezug zur Zukunft des Landkreises. Mit dem Romantischen Franken und dem Fränkischen Seenland verfügt der Landkreis Ansbach über zwei wichtige touristische Regionen. Tourismus ist damit nicht nur ein Freizeitfaktor, sondern auch ein bedeutender Wirtschaftsfaktor für unsere Region.
„Tourismus lebt von den Menschen, die dahinterstehen. Wir brauchen engagierte Gastronomen und Unternehmer – aber genauso brauchen wir gut ausgebildete Mitarbeiter, die unsere Gäste professionell und herzlich empfangen.“, betont CSU-Kreistagsfraktionsvorsitzender Stefan Horndasch.
Dabei geht es längst nicht nur um Urlaubsgäste. Wenn Gaststätten oder Hotels zunehmend an einzelnen Tagen ihr Angebot einschränken oder ganz geschlossen bleiben müssen, betrifft das auch die einheimische Bevölkerung.
„Wenn das Gasthaus am Wochenende geschlossen bleibt, weil das Personal fehlt, ist das nicht nur ein Problem für den Tourismus. Es geht auch um unsere eigene Lebensqualität. Ein gutes gastronomisches Angebot gehört zu einer attraktiven Region – für unsere Gäste genauso wie für die Menschen, die hier zuhause sind.“ Ein weiterer Schwerpunkt des Gesprächs war die Integration junger Menschen mit Migrationshintergrund in Ausbildung und Beruf. Michael Steigmann, Schulleiter der Berufsschule, berichtete, dass inzwischen rund 70 bis 80 Prozent der Auszubildenden in der Gastronomie einen Migrationshintergrund haben. Die jungen Menschen seien vielfach sehr motiviert. Gleichzeitig müssten sprachliche Schwierigkeiten noch intensiver angegangen werden.
Dafür brauche es insbesondere mehr Freiraum für gezielte sprachliche Förderung während der Ausbildung. Nur wenn die sprachlichen Voraussetzungen verbessert würden, könnten die jungen Menschen ihre fachlichen Fähigkeiten auch voll einbringen.
Lissy Berger vom DEHOGA (Deutscher Hotellerie- und Gastronomieverband) Rothenburg brachte hierzu die Idee eines Praxisjahres ins Gespräch. Ein solches Angebot könne dazu beitragen, junge Menschen schrittweise an die Anforderungen des Berufslebens heranzuführen und gleichzeitig ihre Integration zu unterstützen.
Auch die Attraktivität der gastronomischen Berufe selbst wurde thematisiert. Lissy Berger machte deutlich, dass mehr Wertschätzung durch die Kunden für die geleistete Arbeit dazu beitragen könnte, die Attraktivität der Berufe in Gastronomie und Hotellerie zu steigern. Gerade in einer Branche, in der Mitarbeiter täglich für das Wohl ihrer Gäste sorgen, sei ein respektvoller Umgang ein wichtiger Faktor.
Umso wichtiger sei es, jungen Menschen attraktive berufliche Perspektiven in Gastronomie und Tourismus aufzuzeigen. Eine gute Ausbildung sei dabei ein entscheidender Baustein. Gleichzeitig müsse es gelingen, Ausbildungsbetriebe und junge Menschen zusammenzubringen und die Chancen aufzuzeigen, die Berufe im Hotel- und Gastgewerbe bieten. Die Ausbildung biete ein Sprungbrett für vielfältige Entwicklungsmöglichkeiten der Jugendlichen.
Die CSU-Kreistagsfraktion nutzte die AN-Landkreis-Tour bewusst, um mit den Verantwortlichen vor Ort ins Gespräch zu kommen und sich ein unmittelbares Bild von Ausbildung und beruflicher Praxis zu machen.
Für die CSU-Kreistagsfraktion steht fest: Wer den Tourismus im Landkreis Ansbach stärken will, muss auch in Ausbildung, Weiterbildung und Nachwuchs investieren. Gute Ausbildungs- und Qualifizierungsmöglichkeiten, bessere sprachliche Förderung und mehr Wertschätzung für die Beschäftigten sind wichtige Voraussetzungen dafür, dass unsere Region auch künftig ein attraktiver Ort zum Arbeiten, Leben und Besuchen bleibt.
Landkreis Ansbach investiert in die Jugendarbeit der Sportvereine
Auch 2026 setzt sich die CSU-Kreistagsfraktion dafür ein, die wertvolle Jugendarbeit der Sportvereine im Landkreis Ansbach zu unterstützen. In diesem Jahr werden dafür Übungsleiterzuschüsse in Höhe von insgesamt 99.996,97 Euro bereitgestellt. Damit wird das große Engagement der Vereine gewürdigt und gezielt gefördert – insbesondere ihre wichtige Arbeit für Kinder und Jugendliche.
Insgesamt wurden die Anträge von 128 Sportvereinen im Rahmen der staatlichen Förderung bewilligt. Die Unterstützung kommt einer großen Bandbreite an Sportarten zugute – vom Fußball und Turnen über Tennis und Reitsport bis hin zum Schützenwesen, Schach und vielen weiteren Disziplinen. Das zeigt, wie vielfältig die Vereinslandschaft im Landkreis Ansbach ist.
Die Höhe der Zuschüsse richtet sich nach einem festgelegten Verteilungsschlüssel. Maßgeblich sind die für die staatliche Vereinspauschale ermittelten Faktoren für jugendliche Mitglieder und Übungsleiterlizenzen. Für 2026 wurden insgesamt 921.037 förderfähige Faktoren ermittelt. Daraus ergibt sich ein Zuschuss von rund 10,86 Cent je Faktor.
Die Förderung fällt je nach Verein unterschiedlich aus: Während der TV 1896 Heilsbronn auf Grund seiner hohen Zahl an Mitgliedern und des qualifizierten Übungsangebotes mit rund 9.139 Euro den höchsten Zuschuss erhält, liegen die kleineren Förderbeträge bei knapp 50 Euro. Insgesamt reicht die Unterstützung damit von kleinen Beträgen für kleinere Vereine bis hin zu mehreren Tausend Euro für Vereine mit umfangreicher Jugendarbeit und entsprechend vielen Übungsleiterlizenzen.
Voraussetzung für die Förderung ist in der Regel, dass mindestens 15 Prozent der Mitglieder Jugendliche oder junge Erwachsene bis zum Alter von 26 Jahren sind.
Mit den Übungsleiterzuschüssen unterstützt der Landkreis gezielt die sportliche Nachwuchsarbeit. Denn die Vereine leisten nicht nur einen wichtigen Beitrag zu Bewegung und Gesundheit, sondern vermitteln auch Teamgeist, Verantwortungsbewusstsein und Gemeinschaftssinn. Die Förderung ist damit zugleich eine Investition in das Ehrenamt und in die Zukunft der jungen Menschen im Landkreis Ansbach.
CSU-Kreistagsfraktion stärkt den Vereinssport
Unterstützung für neue Sportangebote in Wassertrüdingen und Lichtenau
Die CSU-Kreistagsfraktion setzt sich für starke Sportvereine, eine moderne Sportinfrastruktur und gute Bedingungen für die Jugendarbeit ein. Deshalb spricht sie sich dafür aus, zwei Projekte von Vereinen im Landkreis Ansbach mit einem Kreiszuschuss zu unterstützen. Beide Vorhaben sollen nach den geltenden Sportförderrichtlinien gefördert werden.
MTC Wassertrüdingen: Zwei neue Padelcourts Der MTC Wassertrüdingen e.V. plant den Bau von zwei neuen Padelcourts auf seinem Vereinsgelände. Die CSU-Kreistagsfraktion spricht sich dafür aus, hierfür einen Kreiszuschuss in Höhe von 10 Prozent der förderfähigen Kosten in Aussicht zu stellen. Der Zuschuss kann dabei maximal so hoch sein wie die Förderung durch die Kommune. Die Stadt Wassertrüdingen unterstützt das Vorhaben ebenfalls mit 10 Prozent der förderfähigen Kosten, höchstens jedoch 30.000 Euro.
Die beiden Courts sollen auf der Fläche eines ehemaligen Hartplatzes entstehen. Dabei wird die vorhandene Asphaltfläche recycelt und für die neue Anlage weiterverwendet. Die Gesamtkosten werden auf rund 250.000 Euro geschätzt. Ein barrierefreier Zugang ist sichergestellt.
Besonders erfreulich ist der hohe Anteil junger Mitglieder: Von den 259 Mitgliedern des MTC sind 96 Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene – somit rund 37 Prozent. Mit den neuen Padelcourts soll das Sportangebot des Vereins zeitgemäß erweitert und insbesondere für neue und jüngere Mitglieder attraktiv gestaltet werden. Ein Förderantrag beim Bayerischen Landes-Sportverband wurde ebenfalls gestellt.
TSV Lichtenau: Neue Nutzung für einen bestehenden Tennisplatz Auch beim TSV Lichtenau e.V. geht es um die Weiterentwicklung des Sportangebots. Der Verein möchte einen wenig genutzten Tennisplatz zu einem Pickleball- und Padelballplatz umbauen. Die CSU-Kreistagsfraktion spricht sich dafür aus, auch dieses Projekt mit einem Kreiszuschuss von 10 Prozent der förderfähigen Kosten zu unterstützen. Auch hier soll die Förderung auf die Höhe der gemeindlichen Förderung begrenzt werden.
Die Marktgemeinde Lichtenau hat bereits einen Zuschuss von 14.000 Euro bewilligt. Die Gesamtkosten des Umbaus werden auf rund 140.000 Euro veranschlagt. Durch die neue Nutzung soll ein attraktives zusätzliches Sportangebot entstehen und zugleich die bisher wenig genutzte Fläche sinnvoll weiterentwickelt werden. Ein barrierefreier Zugang ist sichergestellt; für das Grundstück besteht ein langfristiges Nutzungsrecht bis 2075.
Der TSV Lichtenau hat insgesamt 896 Mitglieder, darunter 230 Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene. Das entspricht rund 26 Prozent der Vereinsmitglieder. Auch für dieses Projekt wurde ein Förderantrag beim Bayerischen Landes-Sportverband gestellt.
Die CSU-Kreistagsfraktion unterstützt beide Vorhaben, weil sie zeigen, wie unsere Sportvereine mit neuen Ideen bestehende Infrastruktur weiterentwickeln und zusätzliche Angebote schaffen. Gerade die Verbindung von Sport, Jugendarbeit und ehrenamtlichem Engagement ist für einen starken und lebenswerten Landkreis Ansbach von großer Bedeutung.
Stefan Horndasch Carola Reiner Georg Dorn Michael Dörr
Vorsitzender Stellv. Vorsitzende Stellv. Vorsitzender Stellv. Vorsitzender
