Zum Tode von Herrn Staatsminister a.D. Hans Maurer

Mit großer Trauer nehmen wir Abschied von dem Ehrenvorsitzenden des CSU-Kreisverbandes Ansbach-Land, Herrn Hans Maurer, Staatsminister a. D., der am Samstag, den 22. August 2026 im Alter von 93 Jahren verstorben ist.

Für uns als CSU-Kreisverband Ansbach ist sein Tod in besonderer Weise mit dem Verlust eines Menschen verbunden, dessen Lebensweg zwar bis in die höchsten politischen Ämter unseres Freistaates führte, dessen Wurzeln aber zeitlebens fest in unserer Heimat lagen.

Hans Maurer wuchs als Sohn einer Bauernfamilie in der ehemaligen Gemeinde Moosbach, seit 1972 Ortsteil unserer Heimatstadt Windsbach, auf. Hier erlebte er seine Kindheit und Jugend, hier lernte er die Landwirtschaft von Grund auf kennen, hier entstanden jene Bindungen an Heimat und ländlichen Raum, die ihn sein ganzes Leben begleiteten. Zur Schule ging er in Windsbach. Dass er seine Herkunft nie vergaß, war für jeden spürbar, der ihm begegnete.

Sein Weg war dabei alles andere als vorgezeichnet. Aus dem Moosbacher Bauernbuben wurde zunächst ein Lehrer und Schulleiter und schließlich ein Volksvertreter der über nahezu drei Jahrzehnte Verantwortung für unsere Region und für ganz Bayern übernahm.

1960 trat Hans Maurer in die CSU ein. 1970 wurde er erstmals in den Bayerischen Landtag gewählt. 28 Jahre lang, bis 1998, vertrat er dort die Menschen aus Stadt und Landkreis Ansbach. Er gehörte dem Präsidium des Landtags an, wurde stellvertretender Vorsitzender der CSU-Landtagsfraktion und übernahm zahlreiche parlamentarische Aufgaben.

1986 berief ihn Ministerpräsident Franz Josef Strauß als Staatssekretär in das Bayerische Staatsministerium für Unterricht und Kultus. Ein Jahr später wechselte Hans Maurer als Staatssekretär in das Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten. Von 1990 bis 1993 stand er schließlich selbst als Bayerischer Staatsminister an der Spitze dieses Hauses.

Bei all seinen Ämtern und Aufgaben blieb ihm seine fränkische Heimat jedoch immer nahe. Dafür steht wohl kaum etwas so deutlich wie sein Buch „Das war mein Moosbach“. Darin hielt er die Erinnerungen an seine Kindheit und Jugend, an das dörfliche Leben, die Kriegsjahre und die Entwicklung seiner Heimat fest. Dass ein ehemaliger Staatsminister im hohen Alter noch einmal ganz bewusst zu dem kleinen Ort seiner Kindheit zurückblickte, sagt viel über Hans Maurer aus.

Die Verbundenheit mit Vereinen, Ehrenamt, Landwirtschaft und den Menschen im ländlichen Raum war keine politische Inszenierung. Sie war Teil seiner Persönlichkeit.

Hans Maurer wusste, woher er kam. Und vielleicht war gerade das eine seiner großen Stärken: Auch als Abgeordneter, Staatssekretär und Minister verlor er den Blick für die Sorgen und Anliegen der Menschen vor Ort nicht. Politik bedeutete für ihn nicht nur das Amt in München, sondern Verantwortung gegenüber den Menschen in der Heimat.

Über seine aktive politische Zeit hinaus setzte er dieses Engagement fort. Als Vorstandsvorsitzender der Bayerischen Landesstiftung und insbesondere mit seinem Einsatz für den Aufbau und die Förderung der Hochschule Ansbach wirkte er weiter für unsere Region und für kommende Generationen.

Mit Hans Maurer verlieren Bayern und der Landkreis Ansbach einen erfahrenen Politiker.

Die CSU im Landkreis Ansbach verneigt sich in Dankbarkeit vor seiner Lebensleistung.

Wir werden Hans Maurer als bodenständigen Franken, überzeugten Christsozialen und als einen Menschen in Erinnerung behalten, der bei allem politischen Erfolg seiner Heimat verbunden blieb.

Unser tiefes Mitgefühl gilt seinen Kindern, seiner Familie und allen Angehörigen.

Wir werden Hans Maurer ein ehrendes Andenken bewahren.