Die CSU im Landkreis Ansbach warnt vor Kliniksterben – GKV-Reform muss den ländlichen Raum stärken
Die CSU im Landkreis Ansbach warnt eindringlich vor den Folgen der geplanten Reform der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV). Nach Einschätzung der Deutschen Krankenhausgesellschaft droht bundesweit eine massive Pleitewelle bei Krankenhäusern. Die wirtschaftliche Lage vieler Kliniken habe sich in den vergangenen Monaten weiter verschärft. Auch der ANregiomed-Verbund hat sich deshalb den bundesweiten Protesten angeschlossen und vor den Auswirkungen der geplanten Sparmaßnahmen gewarnt.
Für die CSU im Landkreis Ansbach ist klar: Eine leistungsfähige und wohnortnahe Krankenhausversorgung ist gerade im ländlichen Raum unverzichtbar. Deshalb spricht sich die CSU im Landkreis Ansbach mit Nachdruck für den langfristigen Erhalt der Krankenhausstandorte Ansbach, Dinkelsbühl und Rothenburg ob der Tauber aus. Wer gleichwertige Lebensverhältnisse zwischen Stadt und Land ernst nehme, müsse die medizinische Versorgung in der Fläche sichern.
CSU-Kreisvorsitzender Jan Helmer fordert die Bundesregierung deshalb auf, die geplante Reform nochmals grundlegend zu überarbeiten:
„Unsere Krankenhäuser sind Teil der öffentlichen Daseinsvorsorge. Sie gewährleisten rund um die Uhr eine hochwertige medizinische Versorgung und geben den Menschen im ländlichen Raum Sicherheit. Die derzeit geplanten Einsparungen gefährden insbesondere kommunale Krankenhäuser und verschärfen die ohnehin angespannte wirtschaftliche Lage vieler Häuser. Die Bundesregierung muss die GKV-Reform dringend nachbessern und eine Finanzierung schaffen, die den Bestand unserer Krankenhäuser sichert. Ein Kliniksterben wäre für den ländlichen Raum verheerend.“
Besonders kritisch bewertet die CSU im Landkreis Ansbach die vorgesehenen Änderungen bei der Finanzierung der Pflege. Nach den Plänen des Bundes sollen tarifbedingte Lohnsteigerungen für Pflegekräfte künftig nicht mehr vollständig von den gesetzlichen Krankenkassen refinanziert werden. Damit würden ausgerechnet jene Krankenhäuser zusätzlich belastet, die bereits heute unter erheblichen finanziellen Herausforderungen stehen. Gerade kommunale Kliniken im ländlichen Raum könnten steigende Personalkosten kaum aus eigener Kraft auffangen.
Der Kreisvorsitzende der Jungen Union Ansbach/Land, Valentin Huber, sieht darin ein völlig falsches Signal:
„Unsere Krankenhäuser stehen im Wettbewerb um qualifizierte Pflegekräfte. Wer tarifgerechte Löhne fordert, muss deren Finanzierung auch vollständig sicherstellen. Alles andere gefährdet die Attraktivität des Pflegeberufs und verschärft den Fachkräftemangel. Leidtragende wären am Ende die Patientinnen und Patienten – insbesondere im ländlichen Raum, wo Alternativen oft viele Kilometer entfernt sind.“
Huber betont zugleich die Bedeutung der wohnortnahen Gesundheitsversorgung:
„Für junge Familien, Senioren sowie Notfallpatienten sind kurze Wege lebenswichtig. Die Krankenhausstandorte Ansbach, Dinkelsbühl und Rothenburg sind unverzichtbare Bestandteile unserer Gesundheitsversorgung. Sie zu erhalten bedeutet, Verantwortung für die Menschen in unserer Heimat zu übernehmen.“
Der Dinkelsbühler Oberbürgermeister Dr. Christoph Hammer, Standortbürgermeister und Mitglied des Verwaltungsrates, unterstreicht die Bedeutung der Kliniken für die gesamte Region:
„Unsere Krankenhäuser sind weit mehr als medizinische Einrichtungen. Sie sind wichtige Arbeitgeber, Ausbildungsstätten und ein entscheidender Standortfaktor für den gesamten ländlichen Raum. Reformen müssen Qualität und Effizienz verbessern – sie dürfen aber nicht dazu führen, dass funktionierende Krankenhausstandorte wirtschaftlich ausbluten. Wer Versorgungssicherheit will, muss den Krankenhäusern auch die finanziellen Voraussetzungen dafür geben.“
Die CSU im Landkreis Ansbach appelliert deshalb eindringlich an die Bundesregierung, die GKV-Reform noch einmal grundlegend zu überarbeiten. Notwendig sind eine auskömmliche Finanzierung der Krankenhäuser, die vollständige Refinanzierung tariflicher Lohnsteigerungen in der Pflege sowie verlässliche Rahmenbedingungen, die insbesondere kommunale Kliniken im ländlichen Raum stärken. Nur wirtschaftlich stabile Krankenhäuser können qualifiziertes Personal gewinnen, moderne Medizin anbieten und die flächendeckende Versorgung dauerhaft sicherstellen.
Für die CSU im Landkreis Ansbach steht fest: Der Erhalt der Krankenhausstandorte Ansbach, Dinkelsbühl und Rothenburg ob der Tauber ist ein zentrales Anliegen. Eine starke Gesundheitsversorgung gehört zu den Grundvoraussetzungen für gleichwertige Lebensverhältnisse in Bayern. Die Menschen im Landkreis Ansbach müssen sich auch in Zukunft darauf verlassen können, im Notfall schnell, wohnortnah und auf hohem medizinischem Niveau versorgt zu werden.
„Die Sicherung unserer Krankenhäuser ist eine Investition in die Zukunft des ländlichen Raums. Deshalb erwarten wir, dass die Bundesregierung die berechtigten Warnungen der Krankenhäuser ernst nimmt und die Reform entsprechend nachbessert“, erklären Jan Helmer, Valentin Huber und Dr. Christoph Hammer abschließend gemeinsam.
