Fraktionsreport Nr. 271 vom April 2026

Förderung für den Schützenverein Hubertus Neuses e.V.

Die CSU-Kreistagsfraktion spricht sich dafür aus, dass der Landkreis Ansbach den Schützenverein Hubertus Neuses e.V. (Burgoberbach) bei einer wichtigen Zukunftsinvestition unterstützt: Für den geplanten Anbau an das Vereinsgebäude sowie die Modernisierung des Schießstandes auf eine elektronische Anlage soll ein Kreiszuschuss in Höhe von 10 % der förderfähigen Kosten, maximal jedoch in Höhe der gemeindlichen Förderung, gewährt werden.

Konkret plant der Verein, sein Gebäude in Burgoberbach-Neuses durch einen Anbau zu erweitern. Vorgesehen sind insbesondere Umkleideräume sowie eine neue Heizungsinfrastruktur, um die Rahmenbedingungen für den Vereinsbetrieb deutlich zu verbessern. Gleichzeitig wird der bestehende Schießstand auf den aktuellen technischen Stand gebracht und auf eine elektronische Schießanlage umgerüstet.

Die Gesamtkosten der Maßnahme belaufen sich auf rund 74.261 Euro. Die Gemeinde Burgoberbach beteiligt sich bereits mit einem Zuschuss in Höhe von 8.100 Euro. Damit ist zugleich die Obergrenze für die mögliche Förderung durch den Landkreis festgelegt.

Bemerkenswert ist auch die Jugendarbeit im Verein: Von den insgesamt 80 Mitgliedern sind 12 Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene – ein Anteil von 15 %. Das zeigt, dass hier nicht nur Tradition gepflegt, sondern auch aktiv in die Zukunft investiert wird.

Mit der Maßnahme stärkt der Schützenverein Hubertus Neuses nicht nur seine Infrastruktur, sondern setzt zugleich ein klares Signal für moderne Vereinsarbeit und engagierte Nachwuchsförderung.

ÖPNV zukunftsfest und wirtschaftlich gestalten

Die Kosten im öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) sind in den vergangenen Jahren massiv gestiegen. Hauptursachen sind der Wandel von eigenwirtschaftlichen hin zu gemeinwirtschaftlichen Verkehren, bei denen der Landkreis die Defizite trägt.  Hinzu kommen allgemeine Kostensteigerungen, insbesondere im Personalbereich, sowie Angebotsausweitungen, etwa im Zuge des Bus-Schiene-Konzepts rund um die Reaktivierung der Hesselbergbahn.

Die CSU-Kreistagsfraktion hat frühzeitig auf die Notwendigkeit hingewiesen, hier gegenzusteuern und die Ausgaben nachhaltig zu begrenzen. Nun stehen erste konkrete Schritte an.

Geplant ist, das Angebot gezielt dort anzupassen, wo die Nachfrage sehr gering ist. Betroffen sind Fahrten mit durchschnittlich weniger als zwei Fahrgästen. Auf Grundlage aktueller Fahrgastzählungen konnten 174 Fahrten identifiziert werden, die entweder entfallen oder in sogenannte Rufbusfahrten umgewandelt werden sollen. Letztere verursachen nur dann Kosten, wenn sie tatsächlich genutzt werden.

Wichtig ist dabei: Die Schülerbeförderung bleibt unberührt, da hier eine gesetzliche Beförderungspflicht besteht.

Nun gilt es, die entsprechenden Verkehrsleistungen bei den Verkehrsunternehmen abzubestellen. Für Anpassungen im Zusammenhang mit dem Bus-Schiene-Konzept zur Hesselbergbahn im Linienbündel 6 (Hesselberg – Dinkelsbühl) ist zudem das Einvernehmen mit dem Freistaat Bayern notwendig.

Insgesamt ergibt sich ein jährliches Einsparpotenzial von rund 765.000 Euro. Erste Effekte werden sich bereits anteilig im Haushalt 2026 bemerkbar machen.

Darüber hinaus soll die Arbeitsgruppe Nahverkehr weitere Einsparmöglichkeiten prüfen. Auch die regelmäßige Auswertung der Fahrgastzahlen soll verstetigt werden, um das Angebot künftig noch passgenauer und wirtschaftlicher steuern zu können. Fahrten mit dauerhaft sehr geringer Auslastung sollen konsequent überprüft und gegebenenfalls angepasst werden.

Ursprünglich wurden auch pauschale Kürzungen in allen Linienbündeln diskutiert. Dieser Ansatz wurde jedoch verworfen, da in den bereits etablierten Linien eine deutlich höhere Nachfrage besteht.

Aus Sicht der CSU-Kreistagsfraktion wird mit den vorgesehenen Maßnahmen der ÖPNV im Landkreis Ansbach gezielt weiterentwickelt: bedarfsgerecht, wirtschaftlich und mit klarem Blick auf die tatsächliche Nutzung.

Es bedarf hier noch weiterer Schritte, insbesondere hat die CSU-Kreistagsfraktion einen Antrag eingebracht, den Einsatz künstlicher Intelligenz (KI) zu prüfen.

Radverkehr stärken mit Augenmaß

Die CSU-Kreistagsfraktion spricht sich dafür aus, den Radverkehr im Landkreis Ansbach gezielt weiterzuentwickeln – zugleich aber mit einem klaren Blick auf Wirtschaftlichkeit und Umsetzbarkeit. Dafür liegt nun ein Radverkehrskonzept als  fundierte Grundlage für die künftige Entwicklung vor.

Ziel ist es, den Radverkehr insbesondere im Alltag zu stärken und den Anteil am Modal Split in den kommenden fünf bis sieben Jahren von derzeit 6 Prozent auf 11 Prozent zu erhöhen. Gerade bei kürzeren Wegen besteht im ländlichen Raum noch Potenzial.

Das Konzept, das unter breiter Beteiligung von Kommunen und Öffentlichkeit erarbeitet wurde, definiert ein kreisweites Zielnetz sowie zahlreiche Maßnahmen zur Verbesserung von Infrastruktur, Sicherheit und Verknüpfung mit dem ÖPNV. Insgesamt wurden über 1.100 Maßnahmen identifiziert.

Für die CSU-Kreistagsfraktion ist dabei entscheidend: Nicht alles, was wünschenswert ist, ist sofort umsetzbar. Die Maßnahmen müssen priorisiert, auf ihre Wirkung geprüft und schrittweise realisiert werden – orientiert an Bedarf, Nutzen und finanziellen Möglichkeiten.

Das Konzept schafft damit einen wichtigen Orientierungsrahmen, ersetzt aber nicht die notwendige politische Abwägung im Einzelfall. Fördermöglichkeiten sollen konsequent genutzt und die Kommunen eng eingebunden werden.

Die CSU-Kreistagsfraktion will den Radverkehr gezielt ausbauen – aber mit Augenmaß. So entsteht Schritt für Schritt ein alltagstaugliches und finanzierbares Angebot für die Menschen im Landkreis Ansbach.

Unterstützung für Menschen in schwierigen Lebenssituationen

Die CSU-Kreistagsfraktion spricht sich dafür aus, die wichtige Arbeit der Beratungsstellen im Landkreis auch weiterhin verlässlich zu unterstützen. Dazu gehört auch der Verein Rauhreif e.V. – Hilfe bei sexualisierter Gewalt in Ansbach, der für das Jahr 2026 einen Kreiszuschuss in Höhe von 30.000 Euro erhalten soll.

Der Verein leistet wertvolle Hilfe für Menschen in persönlich äußerst belastenden Situationen und ist zugleich ein zentraler Ansprechpartner in Fällen sexualisierter Gewalt. Neben der konkreten Beratung und Begleitung Betroffener spielt auch die Präventionsarbeit eine wichtige Rolle.

Die steigende Nachfrage zeigt die Bedeutung dieser Arbeit deutlich: Im Jahr 2025 haben sich 150 Ratsuchende an den Verein gewandt (2024: 126). Davon kamen 75 aus dem Landkreis Ansbach (2024: 57), 42 aus der Stadt Ansbach. Weitere 33 Anfragen kamen aus umliegenden Regionen oder wurden anonym an die Beratungsstelle gerichtet. Diese Entwicklung unterstreicht, wie notwendig ein gut aufgestelltes Beratungsangebot ist.

Die Finanzierung des Vereins ruht auf mehreren Säulen. Neben Spenden, Bußgeldern und Mitgliedsbeiträgen tragen insbesondere die staatliche Förderung durch die Regierung von Mittelfranken (rund 32 %) sowie die kommunalen Zuschüsse von Stadt und Landkreis Ansbach sowie dem Bezirk Mittelfranken (rund 20 %) wesentlich zur Sicherstellung der Arbeit bei. Ergänzend werden Einnahmen aus Präventionsmaßnahmen und Schulungen erzielt.

Stefan Horndasch          Jan Helmer      Johannes Schneider      Christine Reitelshöfer
Vorsitzender           Stellv. Vorsitzender Stellv. Vorsitzender         Stellv. Vorsitzende