
Hesselbergbahn – Komplette Reaktivierung muss zeitnah kommen
Die CSU-Kreistagsfraktion fordert die Verantwortlichen der Bahn auf, sicherzustellen, dass ab Mitte Dezember 2024 die Personenzüge auch wieder an den Standorten in Unterschwaningen und der Stadt Wassertrüdingen halten, um unseren Mitbürgerinnen und Mitbürgern die Möglichkeit zu eröffnen, im Personenverkehr von der Straße auf die Schiene zu wechseln. Wir fordern, den geplanten Termin einzuhalten. Der Landkreis Ansbach hat mit den betroffenen Kommunen alles unternommen, um auf dieser Teilstrecke eine erfolgreiche Reaktivierung des Personenschienenverkehrs zu ermöglichen.
Der Busverkehr im Umfeld der Bahnhaltestationen ist auf das neue Bahnangebot ausgerichtet und ausgeweitet worden, was für den Landkreis einen finanziellen Kraftakt bedeutet. Das angepasste neue Bus-Konzept in diesem Bereich wurde entwickelt, um die zwingenden Reaktivierungskriterien des Freistaates einhalten zu können.
„Wir haben unsere Hausaufgaben gemacht, das müssen wir von der Bahn gleichfalls einfordern“, so Fraktionsvorsitzender Stefan Horndasch.
Neue Wege für Photovoltaikanlagen
Der Landkreis Ansbach ist beim Ausbau der Photovoltaik schon sehr lange auf einem guten Weg. Bisher wurden unterschiedliche Modelle für die Anlagen in der Vergangenheit gewählt: Eigene Anlagen und Vermietung von Dachflächen an Dritte.
Es ist geplant und dafür sind Haushaltsmittel auch vorgesehen, weitere Anlagen zu errichten.
Aus Sicht der CSU-Kreistagsfraktion könnte hier ein neuer Weg von Interesse sein: Der Landkreis vermietet die Dachflächen an Dritte (z.B. gerade an Bürgersolargenossenschaften). Zugleich wird mit den Mietern eine Vereinbarung über den Erwerb von produziertem Strom als „Eigenverbrauch“ geschlossen. Darin könnte eine WIN-WIN-Situation für beide Seiten entstehen. Den Genossenschaften werden Dachflächen zur Verfügung gestellt. Für den Landkreis könnte auf diese Weise der Ausbau zügiger durchgeführt werden, da eigene Mittel nicht eingesetzt werden müssen. Damit würde mehr grüner Strom erzeugt. Zugleich könnte der Landkreis bei den Stromkosten einen günstigeren Einkaufspreis erzielen.
Denkmalpflegezuschuss für private Eigentümer
Die CSU-Kreistagsfraktion spricht sich dafür aus, für die Sanierung eines Baudenkmals im Gemeindeteil Aufkirchen der Gemeinde Gerolfingen einen freiwilligen Zuschuss nach Maßgabe der bestehenden Förderrichtlinien zu gewähren. Die hierfür geplanten Gesamtkosten für die Sanierung des Dachs, des Dachgeschosses und des Mauerwerks, betragen über 300.000 €, wovon nach Voruntersuchungen durch das Bayer. Landesamt für Denkmalpflege 150.000 € als denkmalpflegerischer Mehraufwand anerkannt wurden.
Die überörtliche Bedeutung des Denkmals ist darin begründet, dass das an den Friedhof angrenzende, barocke Gebäude oberhalb der Kirche das Ortsbild stark prägt. Die Restaurierung historischer Stuckelemente ist bereits gefördert worden. Nach Maßgabe der bestehenden Förderrichtlinien kann für die gesamte Instandsetzungsmaßnahme im Hinblick auf den voraussichtlichen denkmalpflegerischen Mehraufwand von über 214.000 € ein Kreiszuschuss von 3,5 % in Aussicht gestellt werden. Damit ergibt sich eine Gesamtförderung von 8.000 €.
Von der Gemeinde Gerolfingen wurde für beide Maßnahmen bereits ein Zuschuss analog zum Landkreiszuschuss mit insgesamt 8.000 € bewilligt. Gemäß der Förderrichtlinien des Landkreises Ansbach ist dieser Betrag wichtig für einen Kreiszuschuss, denn die jeweilige Kommune muss sich mindestens in gleicher Höhe wie der Landkreis an den denkmalpflegerischen Mehraufwendungen beteiligen.
Freiwillige Zuschüsse für die kirchliche Realschule in Schillingsfürst
Die CSU-Fraktion im Kreistag Ansbach hat sich dafür ausgesprochen, die beiden im Landkreis Ansbach in kirchlicher Trägerschaft stehenden Realschulen (Schillingsfürst: Erzbischöfliches Ordinariat Bamberg; Neuendettelsau: Diakoneo) auch für das Jahr 2024 mit einem Zuschuss von je 50.000 € zu unterstützen, soweit dort der Schulbetrieb einen Fehlbetrag aufweist. Die CSU-Fraktion ist der Auffassung, dass die ausgezeichnete pädagogische Arbeit der beiden Schulen diese freiwilligen Leistungen des Landkreises Ansbach rechtfertigt.
Aktuell steht die Auszahlung des Betrags an das Erzbistum Bamberg für die Edith-Stein-Realschule in Schillingsfürst mit 50.000,00 € an, nachdem der entsprechende Verwendungsnachweis aufzeigt, dass das Rechnungsjahr 2023 nur mit einem Fehlbetrag abgeschlossen werden konnte.
Unterstützung für kommunale Musikschulen
Seit 2009 hat der Landkreis Ansbach die Förderung kommunaler Musikschulen im Landkreis und der Musikschule der Stadt Ansbach für die Landkreisschüler wieder aufgenommen. Dabei wird die Arbeit der Musikschulen in Höhe von 10,00 € pro Schüler mit einem Gesamtbetrag von 30.880 € gefördert. Am Jahresanfang 2024 waren insgesamt 3088 Schülerinnen und Schüler der kommunalen Musikschulen gemeldet, für die eine Förderung gewährt werden kann. Im Jahre 2011 waren es hingegen nur 1.774 Schülerinnen und Schüler.
Die Schülerinnen und Schüler verteilen sich derzeit wie folgt:
Musikschule DKB/FEU/Herrieden/WASS 1.816 Schüler
Musikschule ROT : 281 Schüler
Musikschule Mönchswald 485 Schüler
Musikschule Colmberg 79 Schüler
Musikschule Heilsbronn 249 Schüler
Musikschule Ansbach (Anteil Landkreis) 178 Schüler.
Eine derart großzügige Förderung durch den Landkreis ist im bayernweiten Vergleich keinesfalls selbstverständlich. Sie stellt aber einen wichtigen Bestandteil für die musikalische Ausbildung unserer Schulkinder dar.
Auf Antrag der CSU-Kreistagsfraktion wird seit 2018 die musikalische Ausbildung von Kindern und Jugendlichen noch stärker gefördert, als dies bis dahin schon der Fall gewesen ist. Nach Auffassung der CSU-Kreistagsfraktion sollte im Zusammenhang mit der Förderung der Landkreisschüler in Musikschulen darauf hingewiesen werden, dass ein großer Anteil der musikalischen Ausbildung in unserem Landkreis auch in Musikvereinen, Posaunenchören, Gesangvereinen und Orchestern erfolgt.
Auch hier erhalten die Kinder und Jugendlichen eine musikalische Ausbildung. Zugleich wird hier auch noch der Gemeinschaftssinn im Sinne von Vereins- und Verbandsarbeit gestärkt.
Die CSU-Kreistagsfraktion wünscht Ihnen und ihren Angehörigen eine schöne Sommerzeit und einen erholsamen Urlaub!
Stefan Horndasch Jan Helmer Johannes Schneider Christine Reitelshöfer
Vorsitzender Stellv. Vorsitzender Stellv. Vorsitzender Stellv. Vorsitzende
